Schwester Hanna (Janina Hartwig) in Nonnentracht und neben Bürgermeister Wöller (Fritz Wepper) im Anzug

Am 15.06.2021 endete die Erfolgsserie der ARD „Um Himmels Willen“ mit einem versöhnlichen Ende und allerlei Überraschungen von einer Influencer-Schwerster bis hin zur pokernden Nonne.

Nach dem vergangenes Jahr am 17. Juni 2020 bereits der Zuschauerliebling „Die Lindenstraße“ aus dem Programm der ARD genommen wurde, hat nun auch für das Kloster Kaltenthal nach neunzehn Jahren die letzte Stunde geschlagen. Jana Brandt, die Leiterin der ARD-Gemeinschaftsredaktion Serien erklärte das plötzliche Aus bereits im November 2020 folgendermaßen: „Wir sind der festen Überzeugung, dass man aufhören sollte, wenn es am schönsten ist“.

Für die letzte Staffel von „Um Himmels Willen“ setzten die Produzenten noch einmal auf Bewährtes. Viele alte Bekannte tauchten, neben Janina Hartwig als Schwester Hanna und Fritz Wepper als Bürgermeister Wolfgang Wöller, noch einmal auf. Die finale Folge endet versöhnlich für die beiden ewigen Streithähne – aber greift leider auch zu anti-chinesischen Narrativen: Denn eine chinesische Firma will sich das Kloster des Magdalenenordens unter den Nagel reißen, um im Ort eine Akkufabrik zu bauen. Die ganzen Intrige deckt allerdings Schwester Hanna als Video-Influencerin auf und stellt Wöllers Kontrahenten, um die Wahl des Bürgermeisters bloß. Der Vertrag mit der Firmenchefin Frau Fu (Moon Suk) wird durch ihren beherzten Auftritt in letzter Minute gerade noch verhindert.

Schwester Felicitas (Karin Gregorek) wird schließlich zum Schutzengel für das Kloster Kaltenthal. Als zockende Nonne sahnt sie mit viel Fingergeschick eine Million Euro ab. Um Himmels Willen! Was für ein Ende, einfach zu schön, um wahr zu sein.