Sie sind schön, fit, witzig, lächeln perfekt gestylt, professionell in die Kamera und bewerben unzählige Produkte gekonnt. Influencer – sind sie auch Vorbilder für Jugendliche? – Auch bei den 43. Stuttgarter Tagen der Medienpädagogik wäre es um Influencer gegangen – leider musste die Veranstaltung dieses Jahr wegen des Coronavirus nun abgesagt werden.

Das klicksafe-Poster stellt die Ergebnisse der Umfrage vom Januar 2020 unter Jugendlichen zum SID 2020 Schwerpunktthema: Idole im Netz: Influencer & Meinungsmacht, anschaulich grafisch dar.

Bei der nicht repräsentativen Online-Umfrage befragte klicksafe knapp 600 Schülerinnen und Schüler im Alter von 13-20 Jahren. 98% Prozent kennen fast alle mindestens einen Social Media. Am beliebtesten ist YouTube unter den Befragten, gefolgt von Instagram und Snapchat. Facebook hingegen nutzen 70% überhaupt nicht.

Dreiviertel aller befragten Jugendlichen finden, dass Gespräche mit Freunden für sie relevanter seien als Influencer. Die Hälfte der befragten jungen Leute gab an sie würden keine Produkte auf Empfehlung von Influencern kaufen. Inwieweit diese Prozesse und Konsumentscheidungen bewusst ablaufen ist allerdings offen. Die Mehrzahl wünscht sich, dass Influencer als Vorbilder auftreten und sich für Gesellschaft relevante Themen wie Umweltschutz, den 72 % nannten, einsetzten.

Wer mehr über diese, bei Jugendlichen meist genutzten Social Media Apps erfahren und sie unter Anleitung ausprobieren möchte, kann sich noch zum Workshop von Natascha Könches am 25.03.2020 anmelden. (Anmeldefrist ist der 11.03.2020)

Auch die 43. Stuttgarter Tage der Medienpädagogik, die am 11.03.2020 in Hohenheim haben das Thema Einfluss im Überfluss: Influencer – Stars von heute?! für die Tagung gewählt. – Dieses Jahr finden sie nun leider nicht statt aufgrund des Coronavirus nun nicht statt. Wegen Raummangel wurde sie auf nächstes Jahr , den 21.03.2021 verschoben.

Dabei stehen folgenden Fragen im Fokus: Wer sind die Personen hinter den Influencern? Wie viel von dem, was sie von sich preisgeben, entspricht der Realität? Wie wird die Identitätsfindung von Kindern und Jugendlichen durch Influencer beeinflusst?

Die Aufklärung über das sogenannte Influencer-Marketing soll deutlich machen, welchen Einfluss Unternehmen auf Influencer nehmen. Gleichzeitig sollen Wege aufgezeigt werden, wie ein Bewusstsein dafür geschaffen werden kann, dass bei Weitem nicht alles, was durch Influencer vermittelt wird, authentisch ist.

Viele Vorträge zeigen die verschiedenen Seiten der Online-Stars. Gespannt darf man sicher auf den Vortrag von Clare Devlin, vom Instagram Channel Mädelsabende, einem Ableger des WDR Formats „Frau TV“, sein. Die Presenterin und Autorin referiert zum Thema: Warum wir alle ein bisschen Influencer sein müssen.“ Über die Notwendigkeit Influencer-Mechanismen zu nutzen, um junge Menschen zu erreichen.

Hier das ursprünglich geplante Programm zu den 43. Stuttgarter Tagen der Medienpädagogik.

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