Was heißt öffentliche Vorführung?

Wenn Sie in Ihrer Kirchengemeinden, kirchlichen Einrichtung, Schule oder anderen Einrichtung einen Film zeigen, brauchen Sie eine Lizenz. DVDs oder Videos aus Mediatheken dürfen Sie in der Regel nur privat ansehen. Sobald die Filmvorführung  in einer Gruppe oder Einrichtung stattfindet, gilt dies als öffentliche Vorführung und Sie benötigen eine Lizenz.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um solche eine Lizenz zu erhalten.

Bitte beachten: Momentan brauchen katholische Einrichtungen zusätzlich auch eine GEMA-Lizenz!

Möglichkeit 1: Ökumenischer Medienladen oder andere Medienstellen

Filme, die Sie beim Ökumenischen Medienladen herunterladen oder als DVD entleihen,  sind mit dem Recht zur öffentlichen Vorführung ausgestattet. Ebenso bei den Medienstellen in anderen Bistümern. Die Mitgliedschaft lohnt sich schon bei wenigen Vorführungen im Jahr: Neben der Rechtssicherheit erhalten Sie auch fachkundige Beratung rund um Filme und Medieneinsatz!

Möglichkeit 2: Katholisches Filmwerk

Die Fachstelle Medien bietet in Kooperation mit dem Katholischen Filmwerk unter dem Titel „kfw-Bouquet“ eine Variante, mit der bestimmte Filme aus Ihrer privaten DVD oder VHS Sammlung nun doch rechtlich korrekt eingesetzt werden können. Dabei wird die Lizenz nacherworben.

Bedingungen

Mit diesem Lizenzierungsmodell haben wir die Möglichkeit aus einer Gesamtliste von ca 1200 Spielfilmen Vorführrechte an Entleihkunden ausschließlich aus den Bereichen Schule und Kirchliche Institutionen/Pfarrgemeinden weiterzugeben. Damit können die Vorführungen durch Kunden mit ihren eigenen Medien durchgeführt werden (Private Kauf-DVD oder Videotheks-/Bibliotheks-DVD).
Es ist jedoch sicherzustellen, dass keine Gewinnerzielung verfolgt wird.
Die nichtgewerblichen Regularien sind strikt zu beachten:

  • Keine Werbung für den Filmtitel in Internet und Zeitung (Der Flyer zum Thema ist hier herunterladbar: Was geht? Werbung für nichtgewerbliche Filmveranstaltungen)
  • Keine open-air-Veranstaltungen
  • Veranstaltungen, die voraussichtlich eine Zuschauerzahl von 50 übersteigen, sind gesondert zu beantragen

Endkunden, die nicht den Bereichen Schule und Kirchliche Institutionen/Pfarrgemeinden zuzuordnen sind, wenden sich bitte an das kfw (www.filmwerk.de).

Filmliste

Eine vierteljährlich erscheinende Gesamttitelliste als pdf ist hier herunterladbar: kfw Bouquet Liste.

Kosten und Kontakt

Die Einzellizenz kann zu einer Kostenpauschale von 40 € pro Film und Vorführung über uns erworben werden. Das Formular können Sie hier herunterladen: Formular Lizenzanmeldung für Filmvorführung Bitte beachten Sie, dass ausschließlich Filme, die auf der Filmliste stehen, lizenziert werden können!

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Sonja Schmid, fm@bo.drs.de oder 0711/ 9791-2720.

 

Möglichkeit 2: CCLI Lizenzagentur

Die CCLI (Christian Copyright Licensing Deutschland GmbH) bietet ein anderes Modell der Spielfilmlizensierung für Kirchengemeinden an, um legal erworbene Spielfilme öffentlich aber nicht-gewerblich vorzuführen. Auf der Homepage der CCLI gibt es keine Titelliste, sondern eine Liste der unter Vertrag stehen Studios. Interessenten müssen also das Studio bzw.den Verleiher des Films, den sie vorführen wollen, in Erfahrung bringen und können dann eine Lizenz erwerben.
Die Einmal-Lizenz für die (auch mehrmalige) Vorführung eines Filmtitels innerhalb von zwei Wochen, kostet 90 Cent pro Zuschauer, mindestens aber 45,00 Euro.
Eine pauschale Jahreslizenz erlaubt die Vorführung beliebig vieler Filme auf die Dauer eines Jahres. Die Kosten einer solchen Lizenz richten sich nach der durchschnittlichen Zuschauerzahl. Bis durchschnittlich 49 Zuschauer liegt der Preis bei 98 Euro bis durchschnittlich 99 Zuschauer 194 Euro (Stand November 2017).

Diese Form der Nachlizenzierung wird nicht von der Fachstelle Medien vermittelt, sondern ist direkt bei der CCLI zu beantragen.

Nähere Informationen und Beantragung der Lizenz:
www.ccli.de