Rückblick zur Veranstaltung: >>Glauben oder nicht glauben? Fake News – Social Bots – Filterblase<< im Rahmen der After-Work-Reihe #filmtriffttalk am 13.11.2019 im Ökumenischen Medienladen Stuttgart.

Fakenews, das ist, wenn Fantasie und Fakten verschmelzen. Eingerahmt von der Band Lumino nahmen viele Besucher interessiert an der Abendveranstaltung im Ökumenischen Medienladen teil, die sich filmisch und in einer Talkrunde mit dem hochaktuellen Thema Fakenews auseinandersetzt. Zum Einstieg wurde der Kurzfilm „A Target“ (Finnland 2018) von Antti Heikki Pesonen gezeigt. In nur sieben Minuten stellt er glaubhaft dar, wie schnell vermeintliche Opfer zu Täter werden und Falschmeldungen sich blitzartig online verbreiten können.

Das anschließende Fachgespräch moderierte Tobias Glawion, der Geschäftsführer des Evangelischen Medienhaus GmbH (links im Bild). Als Gast war die Medienpädagogische Referentin vom SMZ Stuttgart, Saskia Nakari, geladen (Mitte). Sie machte deutlich, wie wichtig es ist, im Netz Falschinformationen als solche entlarven zu können. Außerdem nahm Günther Laubis, Redakteur beim SWR teil (rechts im Bild). Eindrücklich zeigte er auf, wie sich Lügenmeldungen auf den Qualitätsjournalismus auswirken und wie er darauf reagiert. Als Beispiel führte Laubis an, dass – laut offiziellen Statistiken – momentan die Zahl der Obdachlosen gestiegen sei. Jedoch rühre dies daher, dass beispielsweise Asylsuchende, die zeitweise in provisorischen Containerunterkünften leben, ebenfalls als wohnungslos gelten. Von Rechtspopulisten wurden hier zu die Fakenews verbreitet, dass es, aufgrund der vielen Flüchtlinge, zu wenige Wohnungen für Deutsche gäbe. Was deutlich macht, wie gerade in Social Media und allgemein im Netz, Wahrheiten verdreht und Fakten „fantasievoll“ umgedeutet werden zu Falschmeldungen. Gerne wird dies noch mit, aus dem Zusammenhang gerissenen, Zitaten oder Bilder „untermauert“.

Die Link- und Literaturliste zu der Veranstaltung findet sich auf der Homepage des Ökumenischen Medienladens.

Der finnische Kurzfilm „A Target“ ist im Verleih und als Online-Medium verfügbar.
Bildquelle (c) Martina Dippon, Evangelisches Medienhaus