8. März 2019

Die ersten Mützen

Als meine Tochter geboren wurde bekam jeder Säugling im Krankenhaus von den Krankenschwestern ein Mützchen geschenkt. Man durfte es sich aus einer großen Kiste handgestrickter Mützen selbst heraussuchen. Eine Krankenschwester strickte die Mützen und ich suchte mir diese rosa Mütze auf dem Foto oben aus. Meinen Sohn bekam ich dann in einer anderen Klinik, in der es diesen Brauch leider nicht gab. Ich habe ihm dann eine ähnliche in einer Jungsfarbe gekauft, stricken kann ich leider nicht.

Die erste Mütze ist etwas Besonderes. Für meine Kinder waren die Mützen eines ihrer ersten Kleiderstücke, die sie angezogen bekamen.  Diese beiden Mützen haben uns jeweils in den ersten Lebenswochen meiner Kinder begleitet, denn kleinen Babys ohne viel Haar, setzt man oft eine Mütze auf. Deshalb erinnern Sie mich an diese aufregende, glückliche, aber auch verwirrende Anfangszeit im Elterndasein. Man ist zwar unendlich glücklich, aber man ist auch unendlich hilflos in vielen Situationen, denn vieles ist neu. Schreit das Baby, ist auch Mütze aufsetzen eine der Verzweiflungstaten, es könnte dem Baby ja kalt sein. Selbst beim zweiten Kind bleibt dieses Gefühl, denn ein neuer Mensch, schafft wieder neue Situationen, auf die man reagieren muss. Das hat sich nicht geändert, Kinder haben bleibt spannend.

Meine Kinder sind jetzt schon größer, setzen meistens ohne mein Zutun eine Mütze auf, merken selbst hoffentlich wann das nötig ist oder auch nicht. Ich habe schon viele Mützen ausgemistet, denn Kinder wachsen ja schnell. Die ersten, die habe ich behalten und werde sie auch nicht weggeben. Ich muss tatsächlich immer lächeln, wenn ich sie in die Hand nehme. Sie erinnern mich an all die auf und ab`s, die das Familienleben so mit sich bringt und daran wie toll meine Kinder sich weiter entwickelt haben.