Ethische Fragestellungen zu Digitalisierung in (Religions-) Unterricht, Jugend- und Gemeindearbeit aufgreifen

Die Themen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Robotik und die damit verbundenen gesellschaftliche Auswirkungen beschäftigen uns immer wieder und werfen auch ethische Fragen zur Digitalisierung auf.

Nicht nur in unserem monatlichen Newsletter Digital:Gut:Leben der Bischöflichen Medienstiftung werden diese Themen aufgegriffen, sondern demnächst auch in unserem Live-Talk des Ökumenischen Medienladens, der bequem von Zuhause aus über einen Live-Stream angeschaut werden kann (nähere Infos hier). Unsere eingeladenen Gäste Dr. Anna Christmann – MdB, KI-Enquete-Kommission und Prof. Dr. Armin Grunwald, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) widmen sich der Frage „Sind Roboter bald intelligenter als wir?“. Es werden ausgewählte Filmausschnitte des Dokumentarfilms „Hi AI“ gestreamt und Fragen zur Bedeutung und Entwicklung sowie ethische Aspekte Künstlicher Intelligenz gestellt. Auch die Einsatzmöglichkeiten von Robotern werden eine zentrale Rolle spielen.

Doch wie können ethische Fragen zur Digitalisierung im (Religions-)Unterricht mit Jugendlichen, in der Jugendarbeit oder in der Erwachsenbildung (z.B. in der Gemeindearbeit bei einem Filmabend oder einem Literaturabend zu Utopien/Dystopien) aufgegriffen werden?

Dr. Peter Holzwarth erprobte 2018 mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule Zürich in der Veranstaltung „Medien und Informatik“ ein Konzept zur Reflexion und Medienkritik. Bei der Lernaktivität erhielten die Studierenden einen Fragekatalog zu ethischen Fragestellungen in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten in Bezug auf Digitalisierung. Die Studierenden entwickelten anhand dessen und ihren Erfahrungen aus Romanen und Filmen eine Kurzgeschichte, die ein Negativszenario (eine Dystopie) im Jahr 2030 schilderte, das sie in der Realität nicht erleben wollten.  

Beim kreativen Schreiben überlegten sie sich welche digitale Zukunft sie sich wünschen und welche Werte für sie dabei wichtig sind. Die Methode eignet sich gut, um digitale Wandlungsprozesse aus ethischer Sicht zu reflektieren und auch Medienkritik anzuwenden.

Der Fragekatalog sowie eine Beispielgeschichte stehen auf dem Medienpädagogik-Praxisblog als Download zur Verfügung und stehen unter der Lizenz CC BY 4.0 (Peter Holzwarth muss als Urheber genannt werden).

Bildquelle: Photo by Franck V. on Unsplash