Es ist der zentrale Wunsch im Prozess Kirche am Ort: Kirche soll weg vom Denken in Strukturen und Instutionen – und offener werden für die Wünsche und Probleme der Menschen. Dieser Blickwechsel ist der Knackpunkt: In allen großen und kleinen Aufgaben sich Fragen, was die Menschen bei uns vor Ort brauchen. Was das konkret bedeuten kann, zeigen auch kirchliche Internetseiten.

Zwei ganz unterschiedliche Beispiele:

Blickwechsel als Dialog: Christus König des Friedens

Die Gemeinde aus Kirchentellinsfurt, Kusterdingen und Wannweil ist die Neugestaltung ihrer Internetseite bewusst als Teil des Kirche am Ort-Prozesses angegangen. Die Homepage christus-koenig.eu soll nicht mehr nur Informationen zur Verfügung stellen, sondern lädt zum Austausch und im Kontakt bleiben ein. Wichtig war dem Team der Ehrenamtlichen:

  • Alle Beiträge können von jedem kommentiert werden – und es wird flott geantwortet!
  • Der Newsletter hält den Kontakt auch zu allen, die der Gemeinde nur lose verbunden sind.
  • Viele Personen dürfen Beiträge für die Seite verfassen.
  • Und auch über die Facebook-Seite ist man einfach ansprechbar.

Das ist ein toller Weg – und auch sonst ist die Internetseite rundum gelungen. Selbstverständlich auch für Smartphones geeignet, übersichtlich, gut gegliedert, vollständig, ansprechend gestaltet und Neuigkeiten direkt auf der Startseite… da passt alles!

 

Blickwechsel durch Inhalte: Katholische Kirche Vorarlberg

voarlbergViele Internetseiten verstehen sich als Selbstdarstellung: unsere Leitung, unsere Abteilungen, unsere Aktionen. Das Gliedern nach Strukturen fragt nicht danach, was die Menschen wollen. Statt „Wie sind wir organisiert.“ ist viel besser: „Was passiert Interessantes.“ Das kann sowohl die eigenen Aktionen als auch zur Einrichtung passende Meldungen von anderen umfassen. In der Theorie ist das abstrakt – in der Umsetzung wird es schnell klar. Das konkrete Beispiel: www.kath-kirche-vorarlberg.at. Wenige Änderungen machen einen große Unterschied:

  • Am Namen wird es schon deutlich: Förmlich korrekt heißt es Diözese Feldkirch. Doch das versteht nicht jeder: Das österreichische Bundesland Vorarlberg kennt dort selbstverständlich jeder – und „katholische Kirche“ ist auch viel geläufiger als „Diözese“.
  • Die Startseite ist nur für Nachrichten und Geschichten. Das ist nicht so selbstverständlich, wie es scheint. Manche kirchliche Seiten haben auf der Startseite gar keine Neuigkeiten, viele quetschen sie zwischen andere Inhalte. So viel Platz für wichtige Meldungen ist selten  – aber sehr gut!
  • In der Navigationsleiste folgen nach den Neuigkeiten auf der Startseite die „Themen“. Üblich wäre eine Sortierung nach Abteilungen, doch es ist offensichtlich viel besser die Inhalte in den Mittelpunkt zu stellen. Das passiert, wenn man sich auf den Blickwechsel einlässt und die Seite so gestaltet, dass es für die Besucher interessant ist.
  • Selbstverständlich findet man auch die Informationen zu allen Abteilungen und Personen der Diözese. Es soll nichts fehlen – der Blickwechsel verlangt aber eine andere Aufteilung. Folglich stehen diese Punkte nicht an erster Stelle.

Auch wenn Sie nicht für die Internetseite einer Diözese zuständig sind: Vergleichen Sie es mal mit der Homepage Ihrer Gemeinde oder Seelsorgeeinheit. Steht im Vordergrund die Struktur? Ist es womöglich statt nach Inhalten nach den verschiedenen Gemeinden einer Seelsorgeeinheit sortiert? Dann machen Sie mit beim Blickwechsel! Wir helfen gerne: Vom Team für Kirche am Ort gibt es vielfältige Unterstützung und ich berate bei allem rund um Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere gute Internetseiten werden hier empfohlen: Internetseiten von Kirchengemeinden: Mehr Mut zur Vielfalt! (mit Beispielen)

 

Im Frühjahr 2017 gibt es zur Öffentlichkeitsarbeit wieder Workshops in unserem Kursprogramm: Unter anderem beim Zertifikatskurs Öffentlichkeitsarbeit wird der Blickwechsel wichtig sein – machen Sie mit!

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