Ein etwas anderes Medienprojekt starteten wir im Herbst 2015. Zwei Zielgruppen, die meist ohne familiären Bezug wenig miteinander zu tun haben, erlebten eine Reise durch die Mediengeschichte. Teilgenommen haben am Austausch der Generationen Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums (14-17 Jahre) und Senioren (65+) aus dem Sommerrain. Von November bis Februar 2015/16 trafen sich die 20 Teilnehmer/-innen wöchentlich zwei Stunden und blickten nicht nur zurück in die Vergangenheit, sondern schauten auch gemeinsam in die Zukunft.  Denn auch aktuelle Medienentwicklungen sorgten für Diskussionsstoff bei den Teilnehmern in ihren Tandemgruppen.


Der Austausch der Teilnehmer/-innen  fand zu folgende Themen statt:

„Die Zeitreise beginnt…“ (Vorstellung mit Medienkoffer und Leitfragen zur Medienbiographie sowie Erwartungen der Teilnehmer und Projektziele z.B. Projekt ≠ Computerkurs)

„Pack das weg sonst wirst du noch lesesüchtig und es gibt was auf die Ohren!“:

Input über Anfänge der Printmedien und Radio und aktuelle Entwicklungen, Leitfragen für Tandemgruppen mit Aufzeichnung des Interviews über Audio-Aufnahmegerät

 

„Das Fenster zur Welt oder ist es doch nur das YouTube-Fenster?“ :

Stationen der Fernseh- und Kinogeschichte und aktuelle Entwicklungen. Stationen hatten anschauliches Film- und Infomaterial, die über Tablets angeschaut werden konnten, Fragen zum Austausch für die Tandemgruppen

„Next level – Computerspiele, Spiele-Apps & Konsolenspiele“:

Spielparcours mit Tetris, Pong, Super Mario und Nintendo Wii mit Balance Board (div. Spiele-Apps, Computerspiel- und Konsolen von Schülern, aber auch Senioren mitgebracht)

„Wer ist dieser Google und warum weiß der alles?“: Input zu Entstehungsgeschichte des Internets und aktuelle Entwicklungen, Diskussion über Themen Datenschutz, Privatsphäre, Soziale Netzwerke und Zukunftsutopien

„Wir können alles – die eierlegenden Wollmilchsäue“: QR-Code Rallye mit Actionbound zum Thema Smartphones, Tablets und Selfies.


Das Projekt fand bei den Schüler/innen und Senior/innen sehr guten Anklang. Die Teilnehmer waren sehr offen, stellten sich gegenseitig viele Fragen, wie ist das heute und wie war das damals. Es war ein sehr neugieriger und respektvoller Austausch. Die Senioren konnten ohne Scheu ihre Fragen zur modernen Technik stellen und sich Dinge erklären lassen. Auch Eltern der Schüler erzählten, wie während der Projektzeit viel über Mediennutzung heute und früher in der Familie geredet wurde. Zum Abschluss gab es eine Vernissage. Hier zeigten sie ihre Medienbegleiter aus der Vergangenheit und Gegenwart, die die Teilnehmer fotografisch festgehalten haben. Auch einige Medien-Exponate wurden ausgestellt (z.B. Schreibmaschine, Wahlscheibentelefon….). Das Highlight der Vernissage war die Film-Premiere des Schüler-Senioren-Films.

 


Eindrücke gibt es in den beiden Artikel der Stuttgarter Nachrichten: Ein Artikel erschien zum Start des Projekts und ein weiterer Artikel wurde zum Abschluss des Projekts veröffentlicht.

Wer gerne weitere Infos über das Projektvorgehen haben möchte, kann sich gerne mit der Medienpädagogin Katharina Haugwitz in Verbindung setzen.

 

 

 

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