Handyfasten: Reflexion durch Verzicht?

Hand playing modern mobile phone application„FOMO – Fear of missing out“ (die Angst, etwas zu verpassen) ist die Bezeichnung für einen modernen Dämon unserer Zeit. In der Medienwissenschaft gilt FOMO als ein Grund für den zunehmenden Medienkonsum bei Jugendlichen. Die Folgen sind Unruhe, Nervosität und schnelle Ablenkung: Probleme, die nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene gut kennen. Mehr…

Juuuport – die Plattform gegen Mobbing und Abzocke

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Im Jahr 2010 startete die Plattform www.juuuport.de. Seitdem werden hier Jugendliche von anderen Jugendlichen bei ihren Problemen im und mit dem Internet beraten.

Betrieben wird die Plattform von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM), die dieses Projekt gemeinsam mit sechs weiteren Landesmedienanstalten fördert. Juuuport ist eine Internet-Selbstschutz-Plattform. Jugendliche zwischen zwölf und 21 Jahren können hier im fooorum Probleme im Internet miteinander besprechen und sich gegenseitig Tipps geben. Dabei geht es besonders um die Themen Internet, Mobbing, Handy und Computerspiele. Ziel ist es sich gegenseitige zu unterstützen und das vor allem ohne Erwachsene. Wer darüber hinaus Fragen hat, die er im fooorum nicht öffentlich stellen will, hat die Möglichkeit mit einem sogenannten Scout über die Beratung Kontakt aufzunehmen. Die jugendlichen Scouts, die auf juuuport aktiv sind, setzen sich für einen respektvollen Umgang im Internet ein. Sie wurden von Experten ausgebildet und arbeiten ehrenamtlich und selbstständig, nur bei Wissenslücken werden Erwachsene als Experten hinzugezogen. Gerade das Fehlen eines pädagogischen Zeigefingers baut Hemmschwellen ab und ermutigt so über seine Probleme offen zu sprechen. Die Plattform wurde schon mit mehreren Preisen ausgezeichnet u.a. 2014 mit dem Deutschen Bildungsmedien-Preis digita 2014.

Für Pädagogen, die die Plattform im Unterricht vorstellen möchten, gibt es einen fertigen Unterrichtsentwurf, außerdem eine Präsentation und ein Youtube-Kanal, die genutzt werden können. Eeine Infobroschüre steht zum Download oder zur Bestellung steht zur Verfügung.

Medienpädagogischer Film der Fachstelle zum Thema Smartphone

Der Film zur Broschüre „Hilfe, mein Kind will ein Smartphone – Leitfaden für Eltern“ thematisiert das Problem vieler Eltern, welche immer früher mit dem Handywunsch ihrer Kinder konfrontiert werden. Er soll Probleme aufzeigen, aber auch Lösungsvorschläge geben und Eltern einen kleinen Einblick verschaffen wie man mit solch einer Situation umgehen kann.

Noch ausführlicher als in dem dreiminütigen Film wird das Thema in der Broschüre „Hilfe, mein Kind will ein Smartphone – Leitfaden für Eltern“ behandelt, die über die Homepage der Fachstelle Medien (http://www.fachstelle-medien.de) bzw. in unserem Fachstellenshop (http://www.fachstellenshop.de) zu beziehen ist.

 

Hinweise am Ende des Videos werden von YouTube generiert und sind keine Hinweise der Fachstelle Medien.

Schritt für Schritt: Anleitung zur Kindersicherung in Windows!

33. Um den Schutz zu aktivieren einfach auf „Einschränkungen für Spiele aktivieren“ klicken und dann den Regler zum gewünschten Alter schieben.
Jeder Schritt wird mit einem Bild (Screenshot) gezeigt

In der heutigen Zeit sind die Medien allgegenwärtig. Computer und Internet sind überall in der Gesellschaft vertreten. So ist es kein Wunder, dass auch Kinder und Jugendliche dem Medium Computer und Internet große Beachtung schenken. Eltern stellen sich in diesem Zusammenhang natürlich immer die Frage: „Wann und in welchem Umfang soll ich meinem Kind den Umgang mit Medien ermöglichen?“
Gerade das Internet wird von vielen Stellen äußerst kritisch in Hinblick auf den kindgerechten Umgang eingestuft. Deshalb ist es auch wichtig seinem Kind einen vernünftigen Zugang zu Computer und auch zum Internet zu gewähren, so dass Kinder selbstständig den Umgang damit lernen und auf diesem Weg durch spielerische Eigeninitiative eine gewisse Medienkompetenz erlangen.

In der nachfolgenden bebilderten Anleitung wird Schritt für Schritt beschrieben, wie Sie es schaffen Ihren heimischen Windows Computer weitestgehend kindersicher zu machen, ohne dass Sie als Elternteil dabei Nachteile in Kauf nehmen müssen.
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Neuauflage der Broschüre „Verzeichnis der Medienreferentinnen und Medienreferenten des ökumenischen Netzwerks“

Unsere MedienreferentInnen – Ihre Ansprechpartner vor Ort Neuauflage der Broschüre „Verzeichnis der Medienreferentinnen und Medienreferenten des ökumenischen Netzwerks“

Angesichts der zunehmend von Medien geprägten Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen entsteht bei Eltern, ErzieherInnen in Kindergärten sowie LehrerInnen in der Schule ein wachsender Bedarf an Informationen zu medienerzieherischen Fragen. Unser Anliegen ist es, Menschen zu helfen mit Medien besser umgehen zu lernen. Deshalb liegt uns die verantwortungsvolle Beratung von Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen zu Fragen der Medienerziehung
und -nutzung von Kindern und Jugendlichen am Herzen. Ein weiteres Feld sind Medienprojekte an Schule sowie Beratungsangebote für Senioren. Für Vorträge, Arbeitsgruppen oder Elternabende in Kindergärten, Schulen und Gemeinden steht Ihnen unser Medienreferentenpool zur Verfügung. Die von der Fachstelle Medien und dem Evangelischen Medienhaus intensiv ausgebildeten ReferentInnen kennen die neuesten Entwicklungen in der Medienwelt und wollen helfen, einen für Eltern und Kinder ausgewogenen Umgang mit Medien zu finden. Für kirchliche Einrichtungen werden für 1 ½ Stunden 100 € berechnet. www.fachstelle-medien.de

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Tagung: „Kirche im web“ ODER: alles wird ‚sozial’ – ob man will oder nicht

…wir arbeiten sozial, lernen sozial, kaufen sozial, essen sozial… Und das nicht einfach nur so, sondern Internet-gestützt „sozial“ – mittels sozialer online Netzwerke, Kommentar- und Empfehlungsfunktionen. Wie wollen wir als Kirche mit dieser Entwicklung umgehen? Und was wird in diesem Bereich bereits getan? Die Akademietagung „Kirche im web 2.0“ am 8./9.03.2012 in Stuttgart-Hohenheim bot den Rahmen für die „Internet-Profis“ aus dem Umfeld der katholischen und evangelischen Kirchen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.

Eröffnet wurde die Tagung mit einem Statement von Bischof Gebhard Fürst in dem er sich vorsichtig, aber grundsätzlich positiv äußerte, dass sich die Pastoral diesem kulturell-medialen Wandel stellen müsse, dass die Kirche mitgestalten und nicht nur von außen Normen hineingeben dürfe. Auf starke positive Resonanz stieß v.a. seine Unterstützung der Unabhängigkeit der katholischen Bloggerszene: diese dürfe nicht zum verlängerten Arm der Hierarchie werden. Ebenfalls auf dem Podium: Prof. Dr. Andreas Büsch, Professor für Medienpädagogik und Kommunikationswissenschaft an der Kath. FH Mainz. Sein Anliegen: Medienkompetenz! Nicht mehr das Ob, sondern das Wie sei entscheidend. Kirche müsse sich anstrengen, Menschen für ein Leben im Netz mit einer umfassenden Kompetenz auszustatten, die über die Frage technischer Bedienung hinausgehe. Ralf Peter Reimann von evangelisch.de legte seinen Schwerpunkt auf theologische Fragen, die immer noch nicht ausreichend geklärt seien, etwa das Kirchen- und Menschenbild und das Verhältnis von Kirche und Gesellschaft im Internet. Reimann plädierte aber dafür, die theologischen Fragen erst im Vollzug zu klären und mit dem Einstieg in die Social Media nicht bis zur Klärung zu warten. Mit evangelisch.de habe er sehr positive Erfahrungen gemacht; für etliche Besucher der Plattform sei das ihr „kirchliches Zuhause im Netz“.

Spannend auch: die konkrete Praxis – Kirche im web2.0. Aus rund dreißig im Vorfeld eingereichten Projekten (www.slideshare.net/baumarti/antoniusfunkepreis-2012-bewerbungen) wurden drei von einer Jury mit dem Internet-Innovationspreis „Antonius-Funke“ ausgezeichnet. Die Plätze 3 bis 1:

(3) Hallo Rom – Nicht nur ‚Ja & Amen‘!, eine Plattform der Katholischen Jugend Oberösterreich für kreative Kritik und Verbesserungsvorschläge – von Katholiken für Katholiken. http://www.hallo-rom.at
(2) Sei besiegelt! – der Firmlings-Blog der Gemeinde St. Walpurga Ramsdorf verbindet traditionelle Gruppenstunden mit der Diskussion im Internet.www.firmungramsdorf.wordpress.com/
(1) Ruhrfisch ist ein Projekt der Kinder- und Jugendpastoral im Bistum Essen, eine Kombination aus Facebook-Seite und mobilen Aktionen auf Straßen und Plätzen. www.facebook.com/ruhrfisch

Bereichernd für alle war sicherlich auch der Vortrag von Jona Hölderle (www.pluralog.de) zu den Erfolgsfaktoren beim Einsatz von Social Media. Er betonte, dass es nicht nur darum gehen könne, auch dabei zu sein, sondern hinter den Aktivitäten ein planvolles Vorgehen stehen müsse. Ein erster und zwingender Schritt sei, sich über die eigenen Ziele bewusst zu werden. Hölderle schlägt fünf Erfolgsfaktoren vor: 1.) Zuhören/Feedback einholen, 2.) Hürden abbauen (durch Kommunikation auf Augenhöhen, Transparenz und Authentizität), 3.) Mehrwert für die Zielgruppen, 4.) die erreichte Aufmerksamkeit halten, sowie 5.) Offenheit für neue Tools. Woran Sie erkennen können, ob Sie Ihre Ziele erreicht haben, können Sie in Hölderles Präsentation nachlesen: www.slideshare.net/pluralog. Jedoch: auch wenn viele Menschen auf Facebook erreichbar sind, müsse klar sein, dass die Wahl des richtigen Kanals von der Zielgruppe abhängt und keiner ausgeschlossen werden dürfe, der nicht auf Facebook sei.

Eine insgesamt sehr inspirierende Veranstaltung! Ein Besuch auf der nächsten Tagung im kommenden Frühjahr – dann in Münster – ist sicherlich wieder lohnend!

Christina Sick