CoverMillionen haben sich das Video angesehen, Tausende haben es in Sozialen Netzwerken geteilt. Der Tagesthemen-Kommentar von Anja Reschke, die nun zur „Journalistin des Jahres 2015“ ausgezeichnet wurde, hat bei den Zuschauern einen Nerv getroffen. Sie verurteilt die rassistische Hetze im Internet und ruft dazu auf, solche Hassschreiber nicht zu ignorieren. Sie fordert: „Dagegen halten, Mund aufmachen. Haltung zeigen, öffentlich an den Pranger stellen.“

Die Hemmschwelle für aggressive Kommentare sinkt. Sitzen doch die Hassredner vor einem Bildschirm und müssen es niemandem ins Gesicht sagen. Auch die scheinbare Anonymität im Netz verleitet viel zu häufig zu sprachlicher Verrohung und zum Verzicht auf Respekt gegenüber Mitmenschen. Ob unter Pseudonym oder mit Klarnamen, Hassreden greifen die Würde anderer Menschen an. Wir sollten so etwas nicht dulden und schweigen, sondern Widerspruch leisten.

Es gibt Wege diesem Hass zu begegnen. Das zeigt die Broschüre „‘Geh sterben!‘ – Umgang mit Hate Speech und Kommentaren im Internet“ der Amadeu Antonio Stiftung sehr anschaulich auf. Sie nennt Gegenstrategien und gibt Handlungsempfehlungen. Da bereits die kleinsten Rechtschreibfehler beleidigende Kommentare nach sich ziehen, ist es an der Zeit, dass wir diesem Problem begegnen. Anetta Kahane, Vorsitzende der Stiftung, sagt: „Die digitalisierte Welt darf nicht Hass und Vorurteilen überlassen werden. Sich dagegen klug zu wehren, ist der Kulturkampf der Gegenwart.“

Die Broschüre können Sie hier kostenlos herunterladen.

Den Kommentar von Anja Reschke finden sie hier.

 

 

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