„Wie bekommt man eigentlich die Chronik?“ Nein, das ist keine seltene Krankheit, sondern das neue Gestaltungselement von Facebook. Die Idee dahinter: Freunde sollen die Profilinformationen und eingestellten Inhalte strukturierter und übersichtlicher sehen können. Wann genau die gesamte Facebook-Welt angesteckt sein wird, kann keiner sagen. Noch im Februar, heißt es. Das Facebook-Aussehen wird wohl sukzessive umgestellt. Und loswerden kann man diese Chronik danach nicht mehr – sie ist …. chronisch eben.

Sich die Chronik holen

Um auf die eingangs gestellte Frage zu antworten: Facebook wird jedem Nutzer eine Ankündigung zur Umstellung oben im eigenen Profil einblenden. Man kann aber auch jetzt schon umstellen. Auf bereits umgestellten Profilen findet sich rechts oben eine Schaltfläche „Hole dir die Chronik“. Oder aber in der Facebook-Hilfe die „Einführung der Chronik“-Seite aufsuchen und dort auf „Jetzt verwenden“ klicken. Danach hat man eine Woche Übergangszeit zur Überprüfung des eigenen Profils, bis das neue Aussehen auch für andere (nicht nur für mich) sichtbar wird.

Merkmale und Verlauf der Chronik

Prominentestes Merkmal ist das neue große Bild-Banner. Es bietet neue Möglichkeiten der Selbst-Aussage. Bei der Wahl des Bildes muss man nur bedenken, dass es wie das Profilbild auch öffentlich sichtbar ist. Achtung bei den Bildrechten – am besten eigene Fotos/Kollagen nehmen, dann bleibt man vor Copyright-Klagen verschont!

Die Inhalte und Wegstationen des eigenen Lebens werden tatsächlich viel übersichtlicher dargestellt. Unter dem Banner finden sich sauber in Kästen sortiert die verschiedenen Informationstypen, die bislang im Profil verstreut waren, z.B. „gefällt-mir“-Angaben.

Auf dem neuen grafischen OrdnungselementZeitstrahl“, an dem die ein- zelnen Ereignisse wie Kommentare oder neu angelegte Fotoalben aufgereiht sind, kann man die einzelnen Zeitabschnitte (Jahre) direkt ansteuern – man muss nicht mehr hinscrollen.

Verständlich darum, dass es nun vielleicht nötig wird, die Inhalte nochmals zu überprüfen und ggf. manche, eventuell überholte Inhalte und Beiträge zu verbergen. Das geht! Generell gilt: die Sichtbarkeit der Beiträge orientiert sich an den bisherigen Einstellungen. Was bisher „nur Freunde“ gesehen haben, bleibt auch weiter so. Über die Schaltflächen „Informationen bearbeiten“ und „Aktivitätsprotokoll“ lässt sich für jeden einzelnen Beitrag festlegen, ob er in der Chronik erscheinen soll oder nicht (die Voreinstellung ist natürlich „in Chronik zugelassen“). Komfortabel: dies ist sogar gesondert nach einzelnen Feldern möglich, wie „Kommentare“ oder „gefällt-mir“-Angaben.

Und hier wird es auch wieder spannend: Sichtbarkeit von „gefällt-mir“-Angaben. Die sind nämlich erst einmal öffentlich, selbst wenn Pinn- wandeinträge sonst nur den Freunden vorbehalten sind. Wenn ich nun nicht möchte, dass das, wofür ich mich persönlich interessiere (denn das drücken diese Angaben ja letztlich aus), jedem Besucher meines Profils offenbar wird, kann ich das so unterbinden: in der eigenen Chronik eine „gefällt-mir“-Angabe im Zeitstrahl suchen, auf das Bleistift-Symbol rechts oben klicken, dann auf „einzelne Meldungen anzeigen“ gehen. Hier gelangt man zu einer Übersicht aller „Aktivitäten“. Stellt man die Schaltfläche oben rechts von „Alle“ auf „’gefällt-mir’-Angaben“, bietet Facebook einem eine übersichtliche Liste aller „Likes“, mit der Angabe der Sichtbarkeit und der Möglichkeit, sie aus der Chronik zu entfernen.

 

Diagnose

Übersichtlicher ist es jetzt tatsächlich. Die Informationen sind leichter aufzufinden. Was nach wie vor unübersichtlich ist, sind die Einstellungs-Möglichkeiten. Aber es gibt sie. Und wer sich die Mühe macht, alle Inhalte seiner neuen Chronik nochmals abzuklopfen, kann auch mit der neuen Chronik recht gut und einigermaßen sicher in der Facebook-Welt unterwegs sein. Und es tut auch ab und zu mal gut, seine Einstellungen nochmals zu überprüfen. Eine Änderung wie die Einführung der Chronik ist da eine gute Gelegenheit!

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