Bavaria Filmstadt – Wetterstudio

Rainer Steib, Leiter der Fachstelle Medien, hat die Bavaria Filmstudios besucht. Ein Ausflug durch die Filmgeschichte….für jung und alt?

Als Medienpädagoge will ich es wissen und nehme meinen 14jährigen Sohn in die Münchner Filmstadt mit. Bei Attraktionen wie „Das Boot“ oder „Die unendliche Geschichte“ kommen mir ein wenig Zweifel – waren das nicht die Filme meiner Jugendzeit? Richtig – aus den Jahren 1981 und 1984. Ok, also mal lockere 33, bzw. 36 Jahre her. Ich bin gespannt. Etwas nostalgisch kommt die ganze Sache dann schon daher. Das Konzept setzt auf eine – persönliche und etwa zwei-stündige Führung – in diesem Fall mit Giovani – ein freundlicher und relaxter Riese, der schon einmal äußerlich beeindruckt.
Zunächst geht es in´s 4-D Kino, dessen vierte Dimension während der animierten Achterbahnfahrt in heftig rumpelnden Sitzen und Wassereinlagen besteht. Eine Attraktion, die mittlerweile in vielen Vergnügungsparks zu finden ist, dennoch ganz lustig. Hätte vielleicht nicht als erstes nach meinem Frühstück kommen müssen. Danach die Führung durch Kulissen und nachgebaute Studios. Immerhin gehen wir dann zunächst in die Kulissen von „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, der gerade erst abgedreht ist und noch gar nicht im Kino angelaufen ist. Im Wetterstudio, auf Fujur, dem uralten Drachen und in einem Zugabteil macht Giovani mit den Freiwilligen unter den Kindern Blue-Screen bzw. Greenscreen Aufnahmen und erklärt diese Technik. In der Hotelrezeption von „Sturm der Liebe“ machen wir eine kleine Szenenmontage mit Teleprompter und in einen Zugabteil wird eine kleine Szene samt Erdbeben durch die erschütterte Kamera inszeniert. Die Kinder sind immer begeistert dabei. Das Wickie-Dorf Flake und den dazugehörigen Film hat mein Sohn noch irgendwie in Erinnerung.

4 D Erlebniskino Bavaria Filmstadt

Von der Größe des Wikingerboots ist er beeindruckt. Spannend auch der Gang durch die Kulisse des U-Boots aus dem Petersen-Film – da kommt echtes Unterwasserfeeling auf. Giovani weiß viele Anekdoten über die Dreharbeiten zu berichten und über die Arbeit mit den verschiedenen Modellen. Herbert Grönemeyer habe sich nach den Drehstrapazen dann doch lieber für eine Karriere als Sänger entschieden, schmunzelt er. „Papa – wer ist Herbert Grönemeyer?“
Ähnliche Erfahrungen mache ich im Bullyversum. Michael Herbig ist meinem Sohn schlicht unbekannt. An den „Schuh des Manitu“ und Traumschiff Surprise hat er nur schwache Erinnerungen – Blick ins Handy – 2001 und 2004. Mein Gott, wie die Zeit verfliegt. Aber die vielen Mitmach-Möglichkeiten dort machen im Spaß. Sogar zu einer kleinen Synchronisationsübung lässt er sich hinreißen. (Ich höre mich aber komisch an.)
Am Ende, dreieinhalb Stunden später ist er zufrieden und findet es „total interessant“ gesehen zu haben, wie beim Film getrickst wird. Meine nostalgischen Gefühle sind immer noch vorhanden und ich denke ein wenig darüber nach, wie alt ich schon bin…

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