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Aufreger Nummer 1 der deutschen Fußballseele: der Videobeweis.

Als sonntäglicher Besucher von Fußballspielen der Kreis- und Bezirksliga habe ich immer zwei große Wünsche im Kopf oder auf dem Herzen: Erstens, dass sich niemand ernsthaft verletzt und zweitens, dass das Spiel nicht durch einen Schiedsrichterfehler entschieden wird.


Schiedsrichterfehler sind im Amateurfußball vorprogrammiert. Zum Beispiel Abseits: Ein Einzelschiedsrichter kann in vielen Spielsituationen Abseits gar nicht wirklich sehen. Sobald er sich zwischen dem Pass schlagenden Spieler und dem Passziel – also dem Stürmer befindet, kann er unmöglich beides gleichzeitig – also den Moment des Passes und die gleiche oder ungleiche Höhe von Stürmer und Abwehrspieler sehen. Bitter für alle Beteiligten, wenn ein solcher Fehler das Spiel entscheidet.

Nun hat der Profischiedsrichter zwei Schiedsrichterassistenten zur Hilfe – und trotzdem gab oder gibt es Fehlentscheidungen. Sollte hier das Mittel der technischen Unterstützung nicht genutzt werden?

Es wird sicherlich Situationen geben, in denen auch der Videobeweis keinen sicheren Aufschluss geben kann und eventuell zu einer Fehlentscheidung führt. Aber es wird eben auch Szenen geben, die durch einen Videobeweis korrekt und zweifelsfrei geklärt werden können.
Das System wurde im Confed-Cup und in der Liga pannenreich eingeführt. Es hat gezeigt, dass vieles noch nicht funktioniert und dass auch trotz Videobeweis zweifelhafte Entscheidungen getroffen werden. Aber es hat auch gezeigt, dass ein Fußballspiel dadurch nicht zerstückelt wird. Die vielen Unterbrechungen, die ein Fußballspiel durch Verletzungen oder Diskussionen (oder Torjubelinszenierungen) erfährt, machen diese Frage obsolet.
Ich bin gespannt auf den Videobeweis und ich werde mich freuen, wenn dadurch das eine oder andere Spiel einen gerechteren Ausgang erfährt.

Autor: Rainer Steib

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