Foto: Wolfgang Schmidt
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Medienrecht ist kompliziert und ändert sich ständig. Aber nehmen Sie sich die Zeit, sich abzusichern – sonst kann es viel Ärger geben und teuer werden! Und es gibt Hilfe!

Gleich vorweg: Diese Hinweise können keine Rechtsberatung ersetzen – bitte nehmen Sie in allen kritischen Fällen eine solche in Anspruch. Ich verweise Sie nur auf die Hilfen, die Sie nutzen sollten.

Ob kirchliche Internetseiten überhaupt eine Datenschutzerklärung benötigen, ist nicht abschließend geklärt. Aber Vorsicht ist besser als Nachsicht. Und jede Internetseite ist anders, deswegen braucht jede Internetseite eine andere Datenschutzerklärung!

Was in einer Datenschutzerklärung stehen muss, hängt stark davon ab, was im Hintergrund passiert: Welche Hilfsdienste verwenden Sie, welche Daten werden von wem erhoben? Was Cookies, Statistik-Dienste, Formulare und so weiter tatsächlich tun, ist für Laien nicht ohne Weiteres zu erkennen. Daher richtet sich die Empfehlung zunächst danach, welches System Sie verwenden:

  • Benutzen Sie den diözesanen Baukasten für Internetseiten? Dann ist das Wichtigste bereits geregelt und alles Weitere wird bei den zugehörigen Schulungen besprochen. Auch weitere Fragen zum Datenschutz im Internet kann die Onlineredaktion der Diözese Rottenburg-Stuttgart meist beantworten (ansonsten siehe unten): Schreiben Sie einfach eine Mail an info@bo.drs.de.
  • Benutzen Sie ein anderes System für Ihre Internetseite? Dann haben Sie vermutlich auch mit einer Agentur gearbeitet. Nur diejenigen, die die Internetseite erstellt haben und verwalten, können sagen, welche Dienste eingesetzt werden und in der Datenschutzerklärung beschrieben werden müssen. Sprechen Sie also mit der Agentur und den Seiten-Administratoren. Zu den – mit dem Honorar abgegoltenen – Pflichten einer Agentur gehört auch, für den gelieferten Internet-Auftritt die passende Datenschutzerklärung zur Verfügung zu stellen.

In jedem Fall gilt: Als Kirchengemeinde oder kirchliche Einrichtung berät Sie der Diözesanjustitiar Prof. Dr. Felix Hammer. Er kann Ihnen eine verbindliche Rechtsberatung geben. Die Kontaktdaten stehen hier: Diözesanjustitiar und Kanzler. Nutzen Sie diese Möglichkeit und fragen lieber einmal zu oft nach!

Seien Sie hingegen vorsichtig bei Internetseiten, die eine Datenschutzerklärung (kostenlos und/oder automatisch) erstellen. Nur wenn Sie die Funktionen Ihrer Seite sehr gut kennen, ist dies eine denkbare Möglichkeit. Auf jeden Fall ist der Weg über den Diözesanjustitiar der bessere Weg!

 

Passend dazu gibt es auch immer wieder Veranstaltungen in unserem Kursprogramm: 2017 beispielsweise Medien- und Social-Media-Recht für Gemeinden und soziale Einrichtungen.

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